Das Motion Drive Rennstreckentraining im Test bei rennwagen-fahren.com

Die Sportwagenvermietung Motion Drive ist schon seit etlichen Jahren in das Geschäft der Rennstreckentrainings mit eingestiegen und hat dort nach eigenen Angaben inzwischen schon über 10.000 Kunden glücklich gemacht. Wir haben uns den Motorsporttag XXL bei Berlin einmal etwas näher angeschaut und berichten, was wir dort erlebt haben.

rennstreckentraining spreewaldring

Rennwagen fahren in Berlin?

Wenn man sich so den Kopf zerbricht über die bekanntesten Rennstrecken in Deutschland fallen einem ad hoc bekannte Namen wie der Nürburgring oder der Hockenheimring im Süden der Republik ein: Beides traditionelle Kurse, die bereits seit Jahren auch Heimat der Königsklassen im Motorsport waren und ganzjährig gut besucht sind. Motorsportfans aus nördlicheren Gefilden schauten dagegen früher recht blöd aus der Wäsche, wenn sie nicht gleich 600km und mehr quer durch Deutschland fahren wollten… Doch dann eröffnete der Spreewaldring: Eine kleine aber feine Rennstrecke im malerischen Spreewald, etwa 50km südlich von unserer Bundeshauptstadt Berlin gelegen. Für Motorradfahrer ist dieses Kurs schon seit Jahren ein echter Geheimtipp, Autofans hingegen kommen erst langsam auf den Geschmack dieses Kursen – Weil die meisten ihn bisher nicht einmal kannten!

über den Veranstalter Motion Drive

Motion Drive ist ein alter Hase im Geschäft mit den schnellen Sportwagen: Schon seit dem Jahre 2009 können dort PS-Fans an sieben Standorten in ganz Deutschland den Sportwagen ihrer Träume mieten oder auch zusammen mit einem Instruktor über die Straße jagen. Im Jahre 2009 kam dann das Motion Drive Rennstreckentraining neu ins Produktportfolio und erstmals konnte man mit der großen Auswahl an Sportwagen auch die Rennstrecke unsicher machen. Inzwischen ist Motion Drive einer der größten Veranstalter dieser Art und veranstaltet das Rennstreckentraining bei Berlin auf dem Spreewaldring nahezu monatlich während der Hauptsaison.

 Nur ein paar Runden drehen oder gleich All-Inclusive?

lotus renntaxi

Bevor es an die qualmenden Reifen geht, stellt sich eine grundlegende Frage: Soll ich nur ein paar einzelne Runden auf einem Fahrzeug buchen und entscheide ich mich für den sogenannten Motorsporttag, der es auch erlaubt, gleich mehrere Sportwagen zu testen und zudem einige andere Highlights bietet – Dazu jedoch später mehr. Denn wir hatten uns fälschlicherweise nur für ein paar Runden im Audi R8 auf der Rennstrecke entschieden und nach dem doch sehr großen Fahrspaß auf den kompletten Motorsporttag geupgradet – Das geht aber auch nur bei Events, wo noch Plätze im Zeitplan vorhanden sind!

Tagesablauf an der Rennstrecke

Und wie schaut nun das eigentliche Geschehen direkt an der Strecke aus!?

  • 8.00 Uhr – Verschlafen und von Morgentau bedeckt wacht der Spreewaldring auf und genauso sehen auch die ersten Teilnehmer aus, die jetzt schon an der Strecke eintrudeln
  • 8.30Uhr – Mit lautem Gebrüll treffen die ersten italienischen Sportwagen ein, spätestens jetzt ist jeder wach!
  • 9.00 Uhr – Beginn der offiziellen Anmeldung, der Geruch frischen Kaffees vom Caterer versüßt die Wartezeit
  • 9.30 Uhr – Start des Theoriecoachings: Der Chefinstruktor des Tages erklärt, wie man sich auf der Rennstrecke zu verhalten hat, was die Ideallinie ist und wie denn die korrekte Sitzposition in einem Sportwagen auf der Rennstrecke ausschaut
  • 10.00 Uhr – Ampel grün, Start frei! Die völlig verwuselte Boxengasse wird geräumt und mit lautem Gebelle setzen sich die heißen Rennwagen in Bewegung
  • 13.00 Uhr – Ende des ersten Durchgangs und gleichzeitig Start für die Anmeldung der Nachmittagsgruppe (14.00 bis 18.00 Uhr)

Das erste Mal: Rennwagen fahren mit einem Profi

rennstrecke eigener pkw

Wie schon erwähnt, entschieden wir uns für den Ingolstädter Zweisitzer namens Audi R8: Schon im Stand versprüht dieser Exot etwas so überaus Dynamisches und muss sich hinter keinem Italiener verstecken! Sehr freundlich empfang uns unser Instruktor, installierte die Karte in der GoPro-Kamera (man will auch ein bisschen was für seine Social Media Kanäle mitnehmen…;) und erklärte dann die spezifischen Funktionen des Autos- Klang eigentlich erstmal ganz einfach – Klang!

Dann ging es endlich raus auf die Strecke und mir wurde wirklich zum ersten Mal Angst & Bange! Die ersten zwei Runden legt man nämlich auf dem Beifahrersitz zurück, um mit den neuen Gegebenheiten auf der Rennstrecke vertraut zu werden und mit der Linienführung etc. zurechtzukommen. Und der Instruktor wollte es so richtig wissen! Mit Fliehkräften besser als in jeder Achterbahn ließen wir Kurve um Kurve hinter uns und ich hätte eigentlich schon nach diesen zwei Runden genug gehabt… “Leider” musste ich ja aber auch noch ran: Auf den ersten Blick klingt das einfach, aber wenn man dann plötzlich über 500 PS aus einem V10-Motor im Rücken hat und jeder Gaspedalstreichler zu Emotionsausbrüchen führt, wird es schon etwas anspruchsvoller! Nach etwa 4 Runden hinter dem Steuer hat man dann den Dreh raus, ist mit dem Rennwagen halbwegs vertraut und wird von Runde zu Runde schneller – Schade, dass es jetzt schon wieder raus in die Boxengasse geht!

Ich war angefixt. Und weil dort noch so viele andere Exoten herumstanden, musste ich auch mit denen noch eine Runde drehen, upgradete also auf den Motorsporttag XL, der mir neben dem Audi R8 auch folgende tollen Sportwagen bescherte:

  1. Porsche 911 Carrera – Sieht zwar nicht ganz so schnittig aus, auf der Rennstrecke aber ein sehr faszinierendes Fahrzeug!
  2. Ferrari 458 Italia – Eine Marke aus der Formel 1 – Was soll man da noch hinzufügen?
  3. Lamborghini Superleggera – Wild und laut wie sein Name, wow!
  4. Renntaxi Lotus Elise Cup Edition – Hier fährt man zwar nicht selber, aber dafür drei Mal so schnell wie alle anderen. Absolute Suchtgefahr und im Übrigen auch eine tolle Möglichkeit, seinen Begleitern einen Eindruck auf der Strecke zu verschaffen, die Tickets sind nämlich für alle Besucher auch noch am Tag der Veranstaltung buchbar.

Um ehrlich zu sein, hast mich jedes Auto auf seine Weise fasziniert, wobei ich vom Lamborghini irgendwie nochmal ein Stück mehr begeistert war… Auch das Rahmenprogramm sorgte für Kurzweiligkeit durch ein tolles Catering mit sehr freundlichen Mitarbeitern – Daumen hoch dafür! Kleiner Wehrmutstropfen: Durch einen übermütigen Teilnehmer, der den Lamborghini ins Kiesbett beförderte, verzögerte sich der komplette Zeitplan leider um mehr als 30min. Dafür kann der Veranstalter nichts, aber natürlich gibt es Schöneres als dort gespannt herumzustehen.

boxengasse spreewaldring

Auch ein kleines Hightlight: Mit dem Motorsporttag sind auch 20min im eigenen Auto auf der Rennstrecke inklusive! Auch wenn ich nun keinen richtigen Sportwagen habe, war es doch mal toll, den eigenen Flitzer an seine Grenzen zu bringen und zu schauen, wie er dort zu reagiert.

Wenn es jetzt noch eine Schönwetter-Garantie gäbe, gibt es eigentlich keinen perfekteren Tag für Motorsportfans!

 

Wer jetzt List bekommen hat, schaut sich am besten Mal auf der Homepage von Motion Drive unter dem Punkt “Rennwagen fahren / Rennstreckentraining” um.